Ansatz

Sprache setzt im Inneren des Menschen an. Sie teilt sich dem bewegten äußeren Luftraum mit. Dabei tönt in den Vokalen der empfindungsgefärbte Stimmklang als Stimmungsgebärde nach außen und wirkt auf den Sprecher gesetzmäßig zurück. Die Konsonanten formen Bewegungen im Umraum nach und bewegen gleichzeitig über Atmung, Stimme und Artikulation den Sprechenden.

Was Kehlkopf und Sprechwerkzeuge in ständige Bewegung versetzt, überträgt sich auf die Ausatmungsluft und wird Luftform im Raum, die den Ton trägt (Vokalrauchbilder) Sprache ist darüber hinaus mit den geistigen Gestaltungskräften des Kosmos verbunden.

Die der Sprachgestaltung zugrunde liegende Gesetze der Laute, Silben, Rhythmen und Gesten sind universell. Sie individualisieren sich in den Volkssprachen und innerhalb dieser im einzelnen Menschen. Ihre menschenkundliche Grundlage liegt in der anthroposophischen Geisteswissenschaft Rudolf Steiners (1861 – 1925).